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Insight

Produktionsplanung digitalisieren: Wo mittelständische Teams starten sollten

Praxisleitfaden für die Digitalisierung der Produktionsplanung im Sondermaschinenbau. Von Gantt über Kapazitätsplanung bis Qualitätskontrolle.

April 15, 2026 1 Min. Lesezeit

Die Fertigung im Sondermaschinenbau ist komplex: Jeder Auftrag ist anders, Stücklisten sind mehrstufig, Kapazitäten sind knapp. Trotzdem arbeiten viele mittelständische Maschinenbauer noch mit Excel-Listen und Wandtafeln. Hier ist ein pragmatischer Einstieg in die Digitalisierung.

Wo anfangen? Die 3 größten Schmerzpunkte

1. Kapazitätsplanung

Wer arbeitet gerade woran? Welche Maschine ist frei? Im Tagesgeschäft fehlt der Überblick. Echtzeit-Auslastung als Heatmap zeigt sofort, wo Engpässe drohen und wo noch Kapazität frei ist.

2. Qualitätssicherung

Prüfprotokolle auf Papier, Abweichungen die niemand dokumentiert. Digitale Prüfpläne mit Foto-Dokumentation und automatischer Eskalation reduzieren Nacharbeit und beschleunigen Endabnahmen.

3. Liefertermintreue

Wenn drei Aufträge gleichzeitig kritisch werden, brauchen Sie Gantt-Planung mit automatischer Engpass-Erkennung — nicht eine Excel-Tabelle, die niemand aktualisiert.

Pragmatischer Einstieg in 4 Wochen

  1. Woche 1: Ist-Analyse — aktuelle Prozesse dokumentieren, Engpässe identifizieren
  2. Woche 2: Gantt-Planung einführen — alle laufenden Aufträge visualisieren
  3. Woche 3: Kapazitäts-Dashboard — Maschinen- und Mitarbeiter-Auslastung in Echtzeit
  4. Woche 4: Digitale Prüfprotokolle — erste Qualitätschecks digital erfassen

KPIs, die Sie ab Tag 1 messen sollten

  • OEE (Overall Equipment Effectiveness): Verfügbarkeit × Leistung × Qualität
  • Durchlaufzeit: Tage vom Auftragseingang bis Auslieferung
  • Liefertermintreue: Prozent pünktlich ausgelieferter Aufträge
  • Ausschussrate: Prozent Nacharbeit oder Ausschuss
  • Maschinenauslastung: Geplant vs. tatsächlich

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